Loth. Wenn Du das wirklich für das Beste hältst, Lenchen —

Helene. Ja, ja! wir dürfen nicht warten! Es ist das Beste — für Dich und mich. Wenn Du mich nicht jetzt bald nimmst, dann läßt Du mich heilig noch sitzen, und dann ... dann ... muß ich doch noch zu Grunde gehen.

Loth. Wie Du doch mißtrauisch bist, Lenchen!

Helene. Sag’ das nicht, Liebster! Dir traut man, Dir muß man trauen! .... Wenn ich erst Dein bin, dann ... Du verläßt mich dann ganz gewiß nicht mehr. Wie außer sich. Ich beschwöre Dich! geh nicht fort! Verlaß mich doch nur nicht. Geh — nicht fort, Alfred! Alles ist aus, alles, wenn Du einmal ohne mich von hier fortgehst.

Loth. Merkwürdig bist Du doch! .... Und da willst Du nicht mißtrauisch sein? ... Oder sie plagen Dich, martern Dich hier ganz entsetzlich, mehr als ich mir je .... Jedenfalls gehen wir aber noch diese Nacht. Ich bin bereit. Sobald Du willst, gehen wir also.

Helene gleichsam mit aufjauchzendem Dank ihm um den Hals fallend. Geliebter! Sie küßt ihn wie rasend und eilt schnell davon.

Dr. Schimmelpfennig tritt durch die Mitte ein, er bemerkt noch, wie Helene in der Wintergartenthür verschwindet.

Dr. Schimmelpfennig. Wer war das? — Ach so! In sich hinein. Armes Ding! Er läßt sich mit einem Seufzer am Tisch nieder, findet die alte Cigarre, wirft sie bei Seite, entnimmt dem Etui eine frische Cigarre und fängt an, sie an der Tischkante zu klopfen, wobei er nachdenklich darüber hinausstarrt.

Loth, der ihm zuschaut. Genau so pflegtest Du vor acht Jahren jede Cigarre abzuklopfen, eh’ Du zu rauchen anfingst.

Dr. Schimmelpfennig. Möglich —! Als er mit Anrauchen fertig ist. Hör’ mal, Du!