Loth. Ein Zwitter ist er allerdings.

Dr. Schimmelpfennig. Eigentlich nicht mal das. — Ehrlich, Du! — Ist das wirklich Dein Ernst? — die Geschichte mit der Krause?

Loth. Na, selbstverständlich! — Zweifelst Du daran? Du wirst mich doch nicht etwa für einen Schuft ...

Dr. Schimmelpfennig. Schon gut! Ereifere Dich nur nicht. Hättst Dich ja verändert haben können während der langen Zeit. Warum nicht? Wär auch gar kein Nachtheil! N’ bissel Humor könnte Dir gar nicht schaden! Ich seh’ nicht ein, warum man alles so verflucht ernsthaft nehmen sollte.

Loth. Ernst ist es mir mehr als je. Er erhebt sich und geht, immer ein wenig zurück, neben Schimmelpfennig her. Du kannst es ja nicht wissen, auch sagen kann ich Dir’s nicht mal, was dieses Verhältniß für mich bedeutet.

Dr. Schimmelpfennig. Hm!

Loth. Kerl, Du hast keine Idee, was das für ein Zustand ist. Man kennt ihn nicht, wenn man sich danach sehnt. Kennte man ihn, dann, dann müßte man geradezu unsinnig werden vor Sehnsucht.

Dr. Schimmelpfennig. Das begreife der Teufel, wie Ihr zu dieser unsinnigen Sehnsucht kommt.

Loth. Du bist auch noch nicht sicher davor.

Dr. Schimmelpfennig. Das möcht ich mal sehen.