Beibst. Leeder Goott’s, nee. — A läßt a verludern ... a ganza Acker, reen verludern läßt a’n, d’r Pauer. A Oarmes mecht a Flecka hoa’nn — ei insa Bärta wächst kee Getreide — oaber nee, lieberscht läßt a’n verludern! — Nischt thit wachsa, ok blußig Seide und Quecka.

Loth. Ja, die kriegt man schon damit heraus. Ich weiß, bei den Ikariern hatte man auch solche Exstirpatoren, um das urbar gemachte Land vollends zu reinigen.

Beibst. Wu sein denn die I..., wie Se glei soa’n, I...

Loth. Die Ikarier? In Amerika.

Beibst. Doo gibbts an schunn a sune Dinger?

Loth. Ja freilich.

Beibst. Woas iis denn doas fer a Vulk: die I... I...

Loth. Die Ikarier? — Es ist gar kein besonderes Volk; es sind Leute aus allen Nationen, die sich zusammen gethan haben; sie besitzen in Amerika ein hübsches Stück Land, das sie gemeinsam bewirthschaften; alle Arbeit und allen Verdienst theilen sie gleichmäßig. Keiner ist arm, es giebt keine Armen unter ihnen.

Beibst, dessen Gesichtsausdruck ein wenig freundlicher geworden war, nimmt bei den letzten Worten Loth’s wieder das alte mißtrauisch feindselige Gepräge an; ohne Loth weiter zu beachten, hat er sich neuerdings wieder ganz seiner Arbeit zugewendet und zwar mit den Eingangsworten: Oost vu enner Sahnse!

Loth, immer noch sitzend, betrachtet den Alten zuerst mit einem ruhigen Lächeln und blickt dann hinaus in den erwachenden Morgen. Durch den Thorweg erblickt man weitgedehnte Kleefelder und Wiesenflächen; zwischendurch schlängelt sich ein Bach, dessen Lauf durch Erlen und Weiden verrathen wird. Am Horizonte ein einzelner Bergkegel. Allerorten haben die Lerchen eingesetzt, und ihr ununterbrochenes Getriller schallt bald näher, bald ferner her bis in den Gutshof herein. Jetzt erhebt sich Loth mit den Worten: Man muß spazieren geh’n, der Morgen ist zu prächtig. Er geht durch den Thorweg hinaus. — Man hört das Klappen von Holzpantinen. Jemand kommt sehr schnell über die Bodentreppe des Stallgebäudes herunter: es ist Guste.