Guste, eine ziemlich dicke Magd: bloßes Mieder, nackte Arme und Waden, die bloßen Füße in Holzpantinen. Sie trägt eine brennende Laterne. Guda Murja, Voater Beibst.
Beibst brummt.
Guste blickt, die Augen mit der Hand beschattend, durch das Thor Loth nach. Woas iis denn doas fer enner?
Beibst verärgert. Dar koan Battelleute zum Noarr’n hoa’nn ... dar leugt egelganz wie a Forr... vu dan luuß der de Hucke vuul liega. Beibst steht auf. Macht enk de Roawer zerecht, Madel.
Guste, welche dabei war, ihre Waden am Brunnen abzuwaschen, ist damit fertig und sagt, bevor sie im Innern des Kuhstalls verschwindet: Glei, glei! Voater Beibst.
Loth kommt zurück, giebt Beibst Geld. Da ist ’ne Kleinigkeit. Geld kann man immer brauchen.
Beibst aufthauend, wie umgewandelt, mit aufrichtiger Gemüthlichkeit. Ju, ju! do ha’n Se au recht ... na da dank ich au vielmools. — Se sein wull d’r Besuch zum Schwiegersuhne? Auf einmal sehr gesprächig. Wissa Se: wenn Se, und Se wull’n da naus gihn auf a Barch zu, wissa Se, do haal’n Se siich links, wissa Se, zängst ’nunder links, rechts gibt’s Risse. Mei Suhn meente, ’s käm do dervoone, meent’ a, weil se zu schlecht verzimmern thäten, meent’ a, de Barchmoanne, ’s soatzt zu wing Luhn, meent’ a, und do giht’s ok a su: woas hust’de, woas koanst’de, ei a Gruba, verstiehn Se. — Sahn Se! — doo! — immer links, rechts gibt’s Lecher. Vurigtes Johr erscht iis a Putterweib, wie se ging und stoand iis se ei’s Ardreich versunka, iich wiß nee amool, wie viel Kloaftern tief. Kee Mensch wußte wuhie — wie gesoa’t, links, immer links, doo gihn Se sicher. Ein Schuß fällt, Beibst, wie electrisirt, hinkt einige Schritt in’s Freie.
Loth. Wer schießt denn da schon so frühe?
Beibst. Na, war denn suste? — d’r Junge, dar meschante Junge.
Loth. Welcher Junge denn?