Loth. Wieso ich?
Helene. Er saß ja heut früh nebenan, unter der Durchfahrt.
Loth. Ach! — wie? .. Er arbeitet hier im Hofe?
Helene. Schon seit Jahren.
Loth. Er hinkt?
Helene. Ziemlich stark sogar.
Loth. Soosoo. — Was ist ihm denn da passirt, mit dem Bein?
Helene. Das ist ’ne heikle Geschichte. Sie kennen doch den Herrn Kahl? ... da muß ich Ihnen aber ganz nahe kommen. Sein Vater, müssen Sie wissen, war genau so ein Jagdnarr wie er. Er schoß hinter den Handwerksburschen her, die auf den Hof kamen, wenn auch nur in die Luft, um ihnen Schrecken einzujagen. Er war auch sehr jähzornig, wissen Sie; wenn er getrunken hatte, erst recht. Nu hat wohl der Beibst mal gemuckscht — er muckscht gern, wissen Sie, — und da hat der Bauer die Flinte zu packen gekriegt und ihm eine Ladung gegeben. Beibst, wissen Sie, war nämlich früher beim Nachbar Kahl für Kutscher.
Loth. Frevel über Frevel, wohin man hört.
Helene immer unsicherer und erregter. Ich hab auch schon manchmal so bei mir gedacht .... sie haben mir alle mitunter schon so furchtbar leid gethan —: der alte Beibst und ..... Wenn die Bauern so roh und dumm sind wie der — wie der Streckmann, der — läßt seine Knechte hungern und füttert die Hunde mit Conditorzeug. Hier bin ich wie dumm, seit ich aus der Pension zurück bin ... Ich hab auch mein Päckchen! — aber ich rede ja wohl Unsinn, — es interessirt Sie ja gar nicht — Sie lachen mich im Stillen bloß aus.