Hoffmann. Nur so. — Käme er allerdings heut und wüßte ich, was ich jetzt weiß —
Helene. Was weißt Du denn nur? Ich sagte Dir doch bereits, er hat kein Sterbenswort über Dich verlauten lassen.
Hoffmann. — Verlaß Dich d’rauf! Ich hätte mir’s zweimal überlegt und mich wahrscheinlich sehr in Acht genommen, ihn hier zu behalten. Loth ist und bleibt ’n Mensch, dessen Umgang compromittirt. Die Behörden haben ihn im Auge.
Helene. Ja, hat er denn ein Verbrechen begangen?
Hoffmann. Sprechen wir lieber darüber nicht. Laß es Dir genug sein, Schwägerin, wenn ich Dir die Versicherung gebe: mit Ansichten, wie er sie hat, in der Welt umherzulaufen, ist heutzutage weit schlimmer und vor allem gefährlicher als stehlen.
Helene. Ich will’s mir merken. — Nun aber — Schwager! hörst Du? Frag’ mich nicht — wie ich nach Deinen Reden über Herrn Loth noch von Dir denke. — Hörst Du?
Hoffmann cynisch kalt. Denkst Du denn wirklich, daß mir so ganz besonders viel daran liegt das zu wissen? Er drückt den Klingelknopf. Uebrigens höre ich ihn da eben hereinkommen.
Loth tritt ein.
Hoffmann. Nun —? gut geschlafen, alter Freund?
Loth. Gut, aber nicht lange. Sag’ doch mal: ich sah da vorhin Jemand aus dem Haus kommen, einen Herrn.