Hoffmann im Tone eines Verweises. Was ich Dir sage, ist durchaus nichts Verkehrtes.

Helene. Man muß für das Verkehrte einen Sinn haben, und den hast Du eben nicht.

Hoffmann wie vorher. Davon ist jetzt nicht die Rede. Ich erkläre Dir nochmals, daß ich Dir nichts Verkehrtes sage, sondern etwas, was ich Dich bitten muß, als thatsächlich wahr hinzunehmen .... Ich habe es an mir erfahren: er benebelt einem den Kopf, und dann schwärmt man von Völkerverbrüderung, von Freiheit und Gleichheit, setzt sich über Sitte und Moral hinweg .... Wir wären damals um dieser Hirngespinste willen — weiß der Himmel — über die Leichen unserer Eltern hinweggeschritten, um zum Ziele zu gelangen. Und er, sage ich Dir, würde erforderlichen Falls noch heute dasselbe thun.

Helene. Wie viele Eltern mögen wohl alljährlich über die Leichen ihrer Kinder schreiten, ohne daß Jemand ....

Hoffmann ihr in die Rede fallend. Das ist Unsinn! Da hört alles auf! ... Ich sage Dir, nimm Dich vor ihm in Acht, in jeder .... ich sage ganz ausdrücklich, in jeder Beziehung. — Von moralischen Skrupeln ist da keine Spur.

Helene. Ne, wie verkehrt dies nun wieder ist. Glaub’ mir, Schwager, fängt man erst mal an d’rauf zu achten .... es ist so schrecklich interessant .....

Hoffmann. Sag’ doch, was Du willst, gewarnt bist Du nun. Ich will Dir nur noch ganz im Vertrauen mittheilen: ein Haar, und ich wäre damals durch ihn und mit ihm greulich in die Tinte gerathen.

Helene. Wenn dieser Mensch so gefährlich ist, warum freutest Du Dich denn gestern so aufrichtig, als ....

Hoffmann. Gott ja, er ist eben ein Jugendbekannter! Weißt Du denn, ob nicht ganz bestimmte Gründe vorlagen ....

Helene. Gründe? Wie denn?