Loth. Ja. Meine Arbeit soll vorzugsweise eine descriptive werden.

Hoffmann. Das thut mir nun wirklich leid, mit der Sache habe ich gar nichts zu thun. — Du willst bloß über die Bergleute schreiben, wie?

Loth. Aus dieser Frage hört man, daß Du kein Volkswirthschaftler bist.

Hoffmann in seinem Dünkel gekränkt. Bitte sehr um Entschuldigung! Du wirst mir wohl zutrauen ..... Warum? Ich sehe nicht ein, wieso man diese Frage nicht thun kann? — und schließlich: es wäre kein Wunder .... Alles kann man nicht wissen.

Loth. Na, beruhige Dich nur, die Sache ist einfach die: wenn ich die Lage der hiesigen Bergarbeiter studiren will, so ist es unumgänglich, auch alle die Verhältnisse, welche diese Lage bedingen, zu berühren.

Hoffmann. In solchen Schriften wird mitunter schauderhaft übertrieben.

Loth. Von diesem Fehler gedenke ich mich frei zu halten.

Hoffmann. Das wird sehr löblich sein. Er hat bereits mehrmals und jetzt wiederum mit einem kurzen und prüfenden Blick Helenen gestreift, die mit naiver Andacht an Loth’s Lippen hängt, und fährt nun fort. Doch .... es ist urkomisch, wie einem so was ganz urplötzlich in den Sinn kommt. Wie so was im Gehirn nur vor sich gehen mag?

Loth. Was ist Dir denn auf einmal in den Sinn gekommen?

Hoffmann. Es betrifft Dich. — Ich dachte an Deine Ver..... nein, es ist am Ende tactlos, in Gegenwart von einer jungen Dame von Deinen Herzensgeheimnissen zu reden.