"Bin kein Held—zugegeben. So unterer Durchschnitt. Aber jetzt hau ich mich in die Decken, bin müde. Gute Nacht."

Erst als alle anderen sich auch niederlegten, fand ich innere Ruhe, und schlief dann auch bald ein.

Dann mitten in der Nacht—ein Schrei. Männer kämpften. Aber es war schon zu spät. Zwei der Halunken hatten Stuart im Schlaf gefesselt, und zwei hatten Jack gefesselt. Jetzt waren sie gerade dabei ihren Mund mit je einem Halstuch zu stopfen. Dann liessen sie die hilflosen Männer auf den Boden fallen.

"Ich sage, wir sollten sie erschiessen", sagte einer.

"Können wir später noch. Billy will nicht die ganze Nachbarschaft alarmieren.", sagte Billy.

Na, Stuart war ja eine schöne Hilfe gewesen, dachte ich. Sein lautes Schnarcheln hatte wohl verhindert, dass wir die Burschen hatten hören kommen. Was jetzt. Ich zitterte vor Angst. Billy hatte seinen Colt auf mich gerichtet.

"Na kommt schon, ihr feinen Dämchen. Wollt uns doch nicht unter unseren Deckelein allein lassen. Ist doch schön einander ein Bisschen zu wärmen. Ihr habt ja nichts zu fürchten. Ist eine Freude, solch näheren Kontakt zu pflegen. Ihr braucht auch nichts mitzunehmen. Ihr habt ja alles was ihr braucht." Dabei kicherten sie alle. Dann wurde er ungeduldig und schlug mich mit dem Colt über das Schulterblatt. "Ein Bisschen schneller, heh. Beweg dich schon!"

Wir eilten gegen ihr Camp. Sie gleich hinter uns. Sara stolperte und fiel.

"Na auf junges Mädchen, beweg deine schlanken Beinchen. Na los schon." dabei gab er ihr einen harten Klaps auf den Hintern, so dass sie aufschrie. Dann legte er einen Arm um ihre Hüfte. Sie versuchte sich loszureissen. "Na so ein feuriges Füllen. Das ist mir ja gerade recht. Komm schon, wir sind ja gleich da."

Wir standen in ihrem Camp und schlotterten vor Furcht. Sie zündeten ein neues Campfeuer an, das bald hell loderte. Sie wollten uns also auch mit den Augen geniessen.