Ich stellte meinen Kopf ab. Ich durfte mir nicht vorstellen, was kommen würde. Ich würde wahnsinnig werden. Es durfte nicht sein. Ich konnte es überleben, aber Sara und Lisa. Sie würden für ihr Leben verwundet sein. Sie würden nie mehr fähig sein einen Mann normal zu lieben. In meiner Verzweiflung sagte ich leise vor mich hin: "Josh, helf uns. Josh, helf uns." Dann sah ich ein, wie töricht das war. Nein ich sollte besser beten. Und ich betete wie noch nie. Ich war froh, dass ich auch in guten Zeiten betete. Sonst wär es mir jetzt vorgekommen als ob ich Gott nur wollte, wenn ich dringend Hilfe brauchte.

War da nichts das wir selber tun konnten. Ich wünschte fast, dass Lisa mit dem Colt geschlafen hätte. Doch was hätte das schon genützt. Wer allein konnte sich dieser Burschen erwehren. Es gab keine Hoffnung. Ich musste mich auf das Schlimmste gefasst machen.

"Na zieht euch mal aus—seid nur nicht scheu. Oder soll ich euch Beine machen." Dabei drohte Billy mit seinem scharfen Bowiemesser.

Lisa zog ihre Jacke aus fing an zu weinen. "Mam, was sollen wir tun?" fragte sie leise.

Da—ein Schuss—Billy fiel nieder—getroffen. Noch drei Schüsse. Einer nach dem andern fielen sie nieder und stöhnten. Dann noch vier Schüsse. Die Gnadenschüsse. In den Kopf. Das Blut spritzte nur so. Alle waren sie tot.

So schnell hatte ich nicht Hilfe erwartet. Was war denn los. Die Schüsse waren aus dem Dunkeln gekommen, aus den Bäumen, schien es. Aber jetzt war es totenstill. Wir standen nur da und starrten einander an. Ungläubig. War das nur ein Traum gewesen. Doch nein. War Stuart seinen Fesseln entkommen?

Ich dankte Gott und fasste mich. "Kommt!" Wir eilten zurück zu unserm
Camp, stolperten über jeden Busch, so voller Angst waren wir noch. Als ob
wir vor einem Gespenst wegrannten. Da lagen beide noch. Wir lösten die
Fesseln.

"Was ist geschehen" fragte Stuart. "Habt ihr sie…" fragte Jack und machte ein Zeichen mit seinem Finger über die Kehle.

"Wir nicht—jemand hat sie aus dem Dunkeln erschossen. Weiss nicht wer.
Hast du eine Ahnung, Stuart?"

"Keinen blassen Dunst, Julia. Du scheinst ja noch andere Beschützer zu haben. Und gut ist das. Ich hab ja schön versagt. Tud mir leid, Julia."