Die Blätter wirbelten durch die Luft.

Frau von Birken fröstelte, teils infolge des suggestiven Anblicks, teils, weil sie, um ihre Schlankheit ins rechte Licht zu setzen, immer zu dünne Kleidung trug.

Aber auch Monika, die eben aus ihrem Kursus gekommen, protestierte:

„Mama, Du verstehst die Heilkunde wie so’n alter Schäfer! Das kommt doch nicht von der Witterung! Heinz wird sich eben wieder den Magen verdorben haben!“

„Geh’, Du bist herzlos! Heinzemännchen ißt wie ein Vögelchen.“

„Wird’s denn nun endlich mit meinem Morphium?“ rief der Kranke ungeduldig.

„Ja, mein Geliebtes, ja, so schwer wie es mir wird,“ jammerte die Mutter.

Sie entnahm dem kleinen Etui die auf blauem Samt gebettete Spritze.

Monika verließ das Zimmer. Sie hörte von nebenan, wie ihre Mutter das Schicksal anklagte, das sie verurteilte, ihrem geliebten Herzenskind weh zu tun.

Frau von Birken war ganz blaß, als sie einige Augenblicke später aus dem Zimmer kam.