„Wir können jetzt die Senfpflaster auflegen,“ wandte sich der Arzt an Monika. Diese griff nach einem Paket, das man aus der Apotheke geholt. Der Doktor legte Heinrich vier Senfpflaster auf.

„O Gott, das muß ihn ja brennen. Heinz verträgt Senfpflaster überhaupt nicht,“ klagte Frau von Birken. „Heinrich..!“ brach sie dann plötzlich wieder los. In ihrer sonst so unbedeutenden, kleinen Stimme war ein tiefer Unterton, ein tierischer Schmerzensschrei, der Wehlaut der Mutter um ihr sterbendes Junges.

„Herr Doktor, er will sprechen. Er will sprechen! Ich sehe es... es läuft wie ein Zucken über sein Gesicht... Er will sprechen, will klagen... und er kann es nicht... oh.. wie er leidet... er hört und fühlt alles... er will sprechen und kann es nicht...“

Sie brüllte laut auf.

Monika, die blaß bis in die Lippen geworden war, trat auf den Arzt zu.

„Können Sie der Mama nicht ein Mittel geben, um...“

„Ach, Unsinn, das ist alles ganz nebensächlich. Erst müssen wir den jungen Mann da mal aufkriegen.“

Er trat von neuem zu dem Kranken, nahm ihm die Senfpflaster ab.

„Merkwürdig, keine Spur von Rötung.“

Die Mutter schrie auf.