Jedenfalls war Georg nicht ohne Besorgnis im Hinblick auf den Besuch, bei dem er Monika seiner Mutter vorstellen wollte.

An einem schönen Aprilmorgen fuhr die Baronin Birken und das Brautpaar nach Gerbitz, dem Gute, das Frau von Wetterhelms Wohnsitz war, auf dem sie mit ihrer einzigen unverheirateten Tochter Brigitte lebte.

Bevor man zur Bahn fuhr, hatte Monika eine unangenehme, kleine Szene mit ihrem Bräutigam gehabt, der ihre Frisur getadelt hatte.

„Du hast mich doch sonst so immer hübsch gefunden.“

„Gewiß, aber Mama ist etwas vieux jeu, lieber Schatz; ihr würde das in die Stirn gebauschte Haar sicher nicht gefallen. Bitte, trage heute die Stirn frei und die Haare möglichst glatt.“

Monika machte ein ungezogen trotziges Gesicht, ging aber doch hinaus, um eine Bürste zu holen.

„Ich werde meine Frisur unter Deiner obrigkeitlichen Aufsicht arrangieren, lieber Georg,“ sagte sie mit einem Anflug von Spott.

Ein paar Bürstenstriche: „Ist es so gut?“

„Aber Kind, da ist ja kaum was geändert, viel glatter, bitte.“

„Also so?“