Und wieder...
Sie verwundete sich an jedem Worte mit der wahnsinnigen Schmerzensgier einer Märtyrerin, die sich immer von neuem Dolchspitzen in ihr schauderndes Fleisch bohrt.
Und dann — wie eine Eingebung — leuchtete in dem wirren Toben ihrer Empfindungen plötzlich ein Gedanke auf, wie das klare Licht eines Leuchtturms im Dunkel einer sturm- und wogendurchtobten Nacht:
Handeln jetzt! Nicht tatenlos zusehn, wie ihr Glück zerbrach!
Ihre Pupillen erweiterten sich, brannten wie schwarze Flammen in ihrem tieferblaßten Gesicht.
Ihre Hände ballten sich zusammen, krampften sich zu Fäusten, als wollte sie das Glück festhalten, — das Glück!
Handeln jetzt! Zu ihm!
Wie stand es doch in diesem Brief, von dem jetzt jedes Wort in ihrem Gehirn eingegraben stand wie mit ehernen Lettern?
„Daß ich dem Zauber Deiner Gegenwart doch nicht widerstehn kann“.
Dem Zauber... meiner... Gegenwart...