Der heut mir die Locken zerzaust.

O tobe und tobe nur weiter, Herr Wind,

Und erfriert auch der See und die Zweige im Wald — —

Meine heiße, blühende Jugend,

Die machst Du doch nimmermehr kalt!“

Warm und selig war ihr zumute.

Mit aller Kraft ihrer Lungen sog sie die kühle Schneeluft ein.

Wie anders das war als der Großstadt Luft. O, diese Schnee-Einsamkeit, durch die der Wind sang statt der tobenden Straßen Berlins. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Natur rann warm und beseligend durch Monikas Adern. Sie mußte sich mit Gewalt zusammenreißen, um einigermaßen gesittet das Haus zu betreten.

Allerdings war der Empfang, der ihr zuteil wurde, ganz dazu angetan, ihre Stimmung schleunigst zu dämpfen.

Marie empfing sie mit schadenfrohem Gesicht, und die Tante, die in ihrem Boudoir mit einer Stickerei beschäftigt war, trug in ihrem Gesichtsausdruck hoheitsvolle Würde zur Schau — ein böses Zeichen!