„Es ist jedenfalls sehr nett von Dir, daß Du Dich hier meiner annehmen willst,“ sagte Monika. Sie war nicht so sicher wie sonst.
Allein, zum ersten Male war sie allein gefahren, den weiten Weg von Berlin nach Zürich, und aus des Zuges Räderrollen hatte sie eine so traurige Melodie gehört: Fort von ihm! Jeden Augenblick weiter fort von ihm, der mein Glück gewesen...
Sie hatte sich dann selbst sentimental gescholten. Da sie nun mal eingesehen hatte, daß ihres Bleibens nicht länger bei ihm war, war alles abgetan! Mußte alles abgetan sein!
Ein neues Leben!
Und ein bescheidenes Leben.
Sie wollte versuchen, mit der knappen Zulage auszukommen, die ihre Mutter ihr geben konnte.
Darüber hatte es noch eine Meinungsverschiedenheit gegeben mit Georg, der ihr einen Scheck über eine hohe Summe mitgegeben.
„Ich will kein Geld von Dir!“ hatte sie gesagt.
„Du mußt es nehmen, Monika. So lange wie Du meine Frau bist, kannst Du nicht wie eine Zigeunerin durch die Welt laufen. Wie denkst Du Dir überhaupt Dein späteres Leben pekuniär?“
„Ich will mir unbedingt selbständig meinen Lebensunterhalt verdienen, sei es schriftstellerisch oder daß ich studiere. Ich weiß es noch nicht.... Das alles ist noch so dunkel....“