„Ich werde mich schön hüten!“ erwiderte er ausdrucksvoll und ging seiner Gattin einen Schritt entgegen, die eben auf die Gruppe zukam.

Sie war im Ballkleid, in ihrer Rolle als Salondame, und drehte sich beifallheischend einmal um ihre eigene Achse, — „wie ein Fixstern“, erläuterte ihr Gatte.

Sie hatte ein creme Seidenkleid gewählt und trug rote Rosen am Ausschnitt.

Sie fand ein freundliches Wort für Maries Anzug, ihre Hauptbewunderung aber spendete sie in ihrer offenen Art Monika. „Zu lieb sehen Sie aus, Fräulein von Birken. Ein süßes Backfischchen! Daß Sie die ganze Sache gedichtet haben, das kann man gar nicht glauben.“

Graf Herckenstedt, der Regisseur, kam ganz aufgeregt angerannt und jammerte, daß wieder alles durcheinander laufe. Jetzt sei wieder Fräulein von Holl nicht zu finden. Dabei sah er aufmerksam in alle Ecken, als ob die große Violette sich in einer solchen verborgen haben könne.

Er atmete förmlich erlöst auf, als Fräulein von Holls Walkürengestalt endlich auftauchte, im Schmucke der nun endlich sitzenden Flügel, „anzuschauen wie Zeppelin 3“, erklärte Roßberg.

Ein Klingelzeichen — — noch einige Minuten heftiges Durcheinander, Reden, Fragen — — dann wieder ein Klingelzeichen, und der Vorhang hebt sich.

Hellrich und Roßberg, beide in Litewka, beginnen ihren Dialog, und das Publikum lauscht gebannt den hübschen Versen. Nicht endenwollender Applaus am Schluß.

Monika strahlt. Ein unendliches Wonnegefühl weitet ihr die Brust, füllt ihr die Adern zum Bersten.

Das ehrgeizige Köpfchen glüht im Rausche des Erfolges. O, daß das Leben so schön sein kann... so schön...