Er hatte sich sofort zur Reserve überführen lassen. Der Dienst hatte ihm, der einen starken Hang zur Bequemlichkeit hatte, nie viel Freude gemacht. Es war mehr die Tradition seiner Familie als innere Notwendigkeit gewesen, die ihn zum Soldaten gemacht.

So hatte er denn ganz gern den bunten Rock mit dem Frack vertauscht, den er an lustigen Abenden in Monte Carlo, Spa, Trouville und Biarritz trug.

Johann Birken war fast zwei Jahre auf Reisen gewesen, ehe er sich persönlich der Verwaltung seines Gutes widmete.

Er fand Sarkow sehr langweilig — so langweilig, daß er auf die Idee verfiel, sich zu verheiraten.

Er verliebte sich bei einem Aufenthalt in der Landeshauptstadt in die Tochter eines dortigen Universitätsprofessors: die schöne Mali.

„Die schöne Mali“ hieß hauptsächlich darum so, weil ihre Schwestern gar so häßlich waren.

Vier Schwestern hatte sie, die waren unsinnig gebildet, und es ging die Sage von ihnen, daß sie ihrem Vater bei den schwierigsten Arbeiten halfen, daß sie Latein und Griechisch redeten wie ihre Muttersprache.

Von diesem klassisch gebildeten Hintergrund hob sich die schöne Mali doppelt wirkungsvoll ab.

Statt der philosophischen Gelehrsamkeit besaß sie schöne, dunkle Augen und einen leichten Sinn.

Neben dem blassen Teint der Schwestern wirkten ihre blühenden Farben desto schöner; neben der Schwestern knochiger Größe nahm sich ihre zierliche, geschmeidige Figur doppelt graziös aus — kurz, man konnte sich keine vorteilhaftere Folie denken für die schöne Mali.