Geeschen streifte ihn ab und zu mit scheuen Blicken. Sie war fast bange vor dem starren Bauer, der sich nicht rührte und nicht regte. Sie lehnte am Fenster und sah nach den Lichtern auf dem Wasser. Sie hatte ein feines, schwarzes Kleid an, das Hans ihr aus der Truhe gesucht hatte. Es stand ihr wunderfein. In dicken Flechten lag das Haar um den Kopf. Und die Augen hatten nichts von ihrem Glanz verloren. An ihnen war kein Weinen zu sehen.
Aber Hans sah davon nichts.
Die Kerzen flackerten auf, als die Tür ging und Peter eintrat.
Der Bauer stand müde auf.
»Ward Tied,« sagte er dumpf und sah Geeschen an. Fragend begegnete sie seinem Blick. Dann begriff sie, preßte die Lippen aufeinander und ging an den Schrein. Sie drückte die kalte Hand zum letzten Male und ging wieder nach dem Fenster.
Peter sagte treuherzig: »Adjüst, Angk.«
Dann legte Hans das weiße Kleid zurecht, klappte leise den Deckel zu und verschloß den Sarg.
Die beiden Männer trugen ihn langsam den Deich hinunter und setzten ihn in den grünen Kahn, der am Bollwerk lag.
Es war eben Hochwasser gewesen.
»Du bruks ne mit. Ick kann alleen klor warn,« sagte Hans und nahm die Riemen zur Hand.