»Wenn du 't meens,« gab Peter zur Antwort und steckte die Hände in die Taschen und drehte bei. Unterwegs dachte er an die hundert Pülle grünen Kohls, die er für Angk noch auf dem Felde stehen hatte. Die kriegte sie nun nicht mehr und sie hätte sich so sehr darüber gefreut. Nun konnten sich die Hasen freuen.
Geeschen hatte ein wollenes Tuch um den Kopf gebunden und den Kranz in die Hand genommen. Auf der Achterducht nahm sie Platz und legte den Kranz auf den Sarg.
Sie band das Tuch fester. Es fror sie. Der Nachtwind kam kalt von Osten.
Hans ruderte schweigend ab.
Aus dem Sielgraben waren sie bald hinaus.
Es war tiefe Nacht geworden. Tiefe, stille, feierliche Nacht. Am Heben ging der Mond durch die weißen Wolken wie ein König durch sein Volk. Auf dem Wasser blinkte und leuchtete er. Die Elbe war ruhig. Kaum daß die Lichter von der andern Seite, von Nienstedten und Teufelsbrücke, herüberglitten und -schwankten. Nur das Knarren der Riemen war zu hören, das Surren der wilden Enten, das Tropfen und Lecken der Riemen.
Auf dem Perlenkranz stand der Mondschein starr und kalt, und über das düstere Gesicht des Bauern huschte er fast ängstlich.
Geeschen guckte bald hierhin, bald dorthin.
»Lot dat Kieken no,« sagte er.
Da sah sie den Mond auf dem Wasser und griff mit den Händen danach. Er zerging in Stücke und wurde wieder gelb und rund. Vollmond und Halbmond hatte sie schon gemacht. Nun sollte das erste Viertel an die Reihe kommen.