Da fragte Hans: »Wat heß du dor?«
»Ick griep den Mon.«
»Leß em sitten, hürs?«
Sie hatte die Hand zurückgezogen, aber es dauerte nicht lange, da hatte sie sie wieder heimlich über Bord gestreckt und ließ sich das Wasser durch die Finger strömen.
Er hörte es.
»Nolaten!«
»Warüm?«
Da guckte er ernst auf den Sarg und tauchte die Riemen tiefer ein.
Sie saß da mit ihrem raschen Herzen, mit ihrem warmen Leibe, mit ihrer köstlichen, goldenen Jugend und ihrer neuen, tauigen Freiheit. Wie Blumen und Sonne war es in ihr. Und sie mußte sich ducken, konnte nicht singen. Mußte frieren.
Frieren? Es fror sie nicht. Nicht mehr. Das Tuch fiel ihr von den Schultern. Der Mond spielte mit ihrem Haar und floß um ihr junges Angesicht.