Gesa rang in dieser Nacht mit schweren Träumen. Sie sah, wie ein Schiff sich mit haushohen Seen abriß, wie es leck wurde und wie zuletzt eine große Woge ins Segel schlug und es umwarf, wie zwei Menschen in schwerem Seemannszeug in der See schwammen, sie hörte, wie sie um Hilfe riefen.
Als sie ihnen in die Gesichter sah, schrie sie laut auf, denn es waren ihr Mann und ihr Junge.
Da erwachte sie und weinte bis an den Morgen.
Zwölfter Stremel.
Am Deich jagten die Kinder den Schmetterlingen nach, den Kohlweißlingen, Füchsen und Pfauenaugen, wobei sie sangen:
Schomoker, sett di annen greunen Diek,
Schomoker, sett di annen greunen Diek.
„U kiek, Klaus Störtebeker, de jümmer mit no See geiht!“ „Woneem?“ „Dor! Kannst ne kieken?“ „U Minsch, wat süht de mol ut! Ganz anners as to.“
„Höh, Klaus Störtebeker!“
„Höh, Peter! Non, wat mokst?“