„Ik griep Schomokers, kumm man her, kannst noch mit ankommen!“
„Wat goht mi Schomokers an? Wi weut teern un smeern, wat meenst! Uns Eber süht ut as ik weet ne wat.“
„Klaus Störtebeker, wullt mien Kninken mol sehn?“
„Ik hebb keen Tied, Krischon, mütt Teer holen.“
Und Klaus Störtebeker ging mit der Teerpütze in der Hand an ihnen vorüber und freute sich, als er fühlte, daß sie ihm nachguckten. Er war größer und brauner geworden: sein Gesicht war das eines Indianers, sein Gang aber war der eines Fischermannes und seine Hände waren die eines Tagelöhners.
„Dat is keen Kirl mihr för Hus und Hoff, dat is een för Schipp un See,“ hatte der alte Jäger zu Gesa gesagt. Störtebeker hörte es und vergaß es nicht wieder. Und er vergaß auch nicht, was der greise Willem Fock ihm sagte, der sich am Deich von seinen langen Fahrten ausruhte. Er unterzog den Jungen einer Kleinschifferprüfung, fragte ihn nach Wind und Wetter, Fang und Markt und freute sich über die fahrensmännische Klugheit des kleinen Gesellen.
„Hest den flegen Hollanner ok sehn?“
„Ne, Willem, denn stünn ik woll ne hier. De den flegen Hollanner in Sicht kriegt, de blifft!“
„So, so, meenst du dat? Non, denn wohr di man vörn flegen Hollanner, Störtebeker, wenn du grot büst, un seh man to, dat du jümmer goden Wind hest, un warr man en fixen Fischermann, hürst?“
„Jo, Willem, dat will ik ok,“ sagte der Junge mit lachendem Munde und ging stolz weiter.