Sie gab keine Antwort.
„En rechte Fischerfro, Gesa! Weest du wat, Diern? Du geihst ok mit no See, man to, denn wardt irst mooi! Kiek di mien Fischeree mol mit egen Ogen an!“
Sie schüttelte starr den Kopf:
„Dat kann ik ne, Klaus! Wenn ik dat kunn, denn harr ik dat vullicht all lang don, ober ik kannt ne!“
„Dat kummt uppen Verseuk an,“ erwiderte er, „goh man mol mit un du schallst mol sehn: buten ist en barg beter as binnen!“
„Klaus, gläuf mi dat doch to: ik kann dat ne, ik warr seekrank un starf di all vör Angst, ihr wi mol no See dol sünd! Mi grot to dull vört Woter!“
„Jo, du büst en grote Bangbüx,“ schalt er, dann aber tat ihm sein herber Ton leid und er tröstete: „Ober dat schall sik woll noch all geben, mien Diern, paß man up, du warst doch noch en gode Fischerfro, de Banghaftigkeit gifft sik mit de Johren.“
„Ne, de gifft sik ne, dat weet ik,“ sagte sie tonlos und ging aus der Stube, weil ihr die Tränen kommen wollten.
Da blieb der große Seefischer allein bei seinen Kurren, aber er ließ sich den klaren Sinn auch durch die Stille nicht verwirren und ging nicht von seinem Kurs ab. Kap Horn kam herein und nahm seine Arbeit schweigend auf.
„De Jung kummt doch mit no See,“ ließ Klaus Mewes sich vernehmen. Dann blickte er nach seinem Ewer und wartete auf Kap Horns Meinung, die auch bald an den Tag kam.