Schweigend ließ Störtebeker sich nach dem Keller bringen. Da saß er im Gefängnis, denn das Fenster war vergittert. Er versuchte, den Kopf durch die Eisenstangen zu stecken, aber es ging nicht. Der Jäger, der gerade unter dem Fenster entlangging, drohte ihm mit dem Flintenkolben und sagte grimmig: „Wi weut di woll mörr kriegen, du Dickkupp!“

Als er weg war, setzte der Junge sich müde und hungrig auf eine Kartoffelkiepe und weinte bitterlich, denn er wußte sich nicht mehr zu helfen.

„Hilp mi doch, Vadder!“ schluchzte er, „hilp mi doch! Kumm doch wedder!“

Aber kein Klaus Mewes stieg aus der See, um seinem treuen Jungen beizustehen, ihn aus der Haft zu erlösen und ihn wieder mit an Bord, auf den Ewer und nach See zu nehmen. Kein Kap Horn tröstete ihn und kein Seemann kam, ihm die Hände zu lecken.

„Hilp mi doch, Vadder!“ ......

Letzter Stremel.

Jahre sind vergangen, seitdem Klaus Mewes mit seinem grünen Ewer geblieben ist.

Wir kurren in der Gegenwart.

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Herbst ist es, windstarker, wolkengewaltiger Herbst, der die Blätter von den Bäumen gerissen und die kleinen Segelschiffe von der See gefegt hat.