„Jä, Beeken, dat magst du woll seggen: bi de veelen Wirtschaften,“ hatte er lachend geantwortet.
Mit einem Mal drehte er sich um und sah Seemann auf dem Bollwerk stehen. „Neem is Störtebeker, Seemann? Such! Such!“ rief er hastig.
Seemann wedelte mit dem Schwanz zum Zeichen, daß er verstanden hatte, und setzte sich gemächlich in Bewegung. Er schwankte von dem langen Leben an Bord wie ein wirklicher Seemann von einer Seite nach der andern, wenn er lief.
Klaus wußte schon Bescheid, es ging nach der Neßkule, in der der Kahn lag: der Junge schipperte gewiß oder goß das Wasser aus seinem Fahrzeug, das etwas ziepte. Da lag aber der Kahn unter den krummen Wicheln und war nicht abgeleint wie sonst, der Riemen lag dwars und kein Junge war dabei: jach befiel ein ungeheurer Schreck den Fahrensmann, der auf der Doggerbank den bösesten Stürmen furchtlos in die Augen blicken konnte, und er lief in Sprüngen den Deich hinab.
„Klaus!“
Der Störtebeker blieb ihm dies eine Mal doch in der Kehle stecken.
„Hier bün ik, Vadder, wat schall ik?“ rief Störtebeker, und eine dunkle Gestalt löste sich aus dem Schatten der Baumstämme, die den Schleusengraben wie Gespenster umstanden. Taumelnd kam sie näher und wäre umgeschossen, wenn der Seefischer sie nicht aufgefangen hätte.
„Wat is dor los, Störtebeker? Wat fehlt di? Büst du krank?“
Der Junge sah blaß aus, aber er lächelte doch schon wieder verloren. „Jo, Vadder, ik bün seekrank un mütt mi jümmer speen.“
„Wat kummt dat denn?“