Lang is dat Deert twee dütsche Mil,
hoch annerthalf von Deck to Kiel!
Soß Masten, hoch bet an den Moon,
acht Dog brukt een, um roptogohn ...“
Weiter kam er aber nicht, denn Gesa, die nach dem Graben gewesen war und die Enten gefüttert hatte, trat in die Dönß und untersagte ihm den Hymnus mit den Worten: „Sünndogs ward ne sungen, Korl!“
Gesa, die ihren Jungen stets Klaus nannte und von seinem gräßlichen Seeräubernamen nichts wissen wollte, gab auch Kap Horn nicht seinen Spitznamen, sondern nannte ihn ehrbar Korl und meinte ihm wunder was für einen Gefallen damit zu tun. Janmaat verdeffendierte sich aber:
„Wenn ik arbein sall, mutt ik ok singen, Gesa.“
„Arbein schall? Keen seggt di dat? Pack dien Kurr man getrost tohop un mok man Fierobend un les man mol inne Bibel,“ priesterte sie, und als Klaus Mewes herzlich lachte, fuhr sie erregter fort: „Ji dree sündt jo woll ne, sünd woll rein mall worden, stillt jo uppen Sünndag vört Finster hin un knütt! Weet ji ok, keen sünndogs arbeit?“
„Uns Herr Pastur!“ sagte Klaus.
„Ne, de Bedelmann! För uns Lüd is de Week dor!“