Melanija: Wenn ich Sie ansehe … schäme ich mich …
Protassow: Lassen wir das … geben Sie mir die Hand … das ist prächtig! Nein, wissen Sie, wie gut die Menschen doch sind! Es steckt in ihnen so viel Einfachheit, so viel Vernunft und eine so herrliche Gabe, einander zu verstehen … Ich liebe die Menschen, es sind außerordentlich interessante Geschöpfe!
Melanija lächelnd: Menschen habe ich noch nicht kennengelernt … Ich habe unter Kaufleuten gelebt; mein Mann hat mit Fleisch gehandelt … nur bei Ihnen habe ich erkannt, daß es auf Erden Menschen gibt … und da wollt ich denn gleich einen kaufen.
Protassow: Wie meinen sie?
Melanija: Hören Sie nicht auf mich … Ich habe es so …
Protassow lebhaft: Wissen Sie was - wollen wir Tee trinken!
Melanija: Gut, ich werde zu Jelena Nikolajewna gehen und mich rechtfertigen.
Protassow: Und ich - ich werde den Teetisch decken lassen. Wissen Sie, mein Kühler ist in Scherben gegangen, - hol ihn der Teufel. Jegors Frau ist erkrankt, so daß niemand da ist, der ihn ausbessern könnte - und ich kann heute nicht arbeiten. Geht lächelnd in sein Zimmer.
Melanija spricht hinter ihm her: Du mein liebes, du mein herrliches Kind … Ab zu Jelena. Antonowna kommt aus dem Speisezimmer heraus, gereizt und brummig.
Antonowna: Als ob die wilde Jagd durch das Haus gezogen wäre! Nein, diese Leute …Alles durcheinander geworfen … Alles offen …Nicht fortgehen kann man … Nur bei den Toten ist Ordnung, auf dem Friedhof, nur dort ist Ruhe … Durch die Tür von der Terrasse treten Lisa und Tschepurnoi ein. Lisonjka, die Medizin und die Milch …