Jelena: Wenn du wüßtest, wie erniedrigt man sich vorkommt, wenn man liebt und keine Gegenliebe fühlt! Du hast aus mir eine Bettlerin gemacht, die auf ein wenig Aufmerksamkeit, eine kleine Zärtlichkeit warten mußte. Wie demütigend ist es, auf Liebkosungen zu warten! … Dein Geist ist so hell, dein teures Haupt denkt an so viel Großes, aber zu wenig an das Beste vom Großen - an die Menschen!
Protassow: Das ist jetzt alles vorüber, Jelena … Das wird nun ganz anders … Nur Dimitrij … es tut mir wirklich leid um ihn … Es schellt … aha … die Pforte ist geschlossen! Wahrscheinlich Dimitrij … ich wollte aber, es wäre Tschepurnoi, um Lisas willen natürlich.
Jelena schelmisch: Um Lisas willen? Ja?
Protassow: nun, Jelena … Du wirst doch nicht denken, daß ich eifersüchtig bin … und so weiter …
Jelena feierlich: Oh, natürlich nicht! Du, für den, außer der Wissenschaft …
Protassow: Du willst also durchaus, daß ich dich mal schlage? Nicht, Lenka? Will sie küssen, blickt in den Garten und sieht Melanija kommen. Verwirrt. Spricht etwas verlegen. Du, Jelena, da ist sie … auf deiner Schulter … hast du eine Feder …
Melanija mit verlegenem Lächeln: Guten Tag.
Protassow übertrieben freudig: Ah, Melanija Nikolajewna! Sie! Sie haben sich so lange nicht sehen lassen …
Melanija: Wie, lange nicht? Ich war doch erst gestern hier, und das haben Sie schon vergessen?
Protassow: Ach - ja! Nein,. Wie denn … Ich entsinne mich …