Melanija  schnell:  Ach, die Elende! Sie hat mich verraten …

Jelena:  Mit anderen Worten - es ist wahr? Melanija Nikolajewna … Sie werden begreifen, wie dieses … wie man dieses Verhalten bezeichnen muß!!

Melanija:  Ja … ich verstehe! es ist klar, ganz klar. Gleichviel … Hören Sie! … Sie sind ein Weib - Sie lieben, vielleicht werden Sie also verstehen …

Jelena:  Leiser … ihr Bruder ist im Garten!

Melanija:  Was kümmert mich das? Nun … hören Sie: ich liebe Pawel Fjodorowitsch, wissen Sie's! Und ich liebe ihn so … daß ich bereit bin, als Köchin, als Dienstmädchen zu ihm zu ziehen … Sie lieben auch - wie ich sehe, den Maler … Sie brauchen Pawel Fjodorowitsch nicht. Hören Sie - soll ich mich vor Ihnen auf die Knie werfen? Überlassen Sie ihn mir! Die Füße will ich Ihnen küssen …

Jelena  erschüttert  Was reden Sie? Was soll das?

Melanija:  Einerlei! Ich habe Geld … Ich errichte ihm ein Laboratorium … Einen Palast will ich ihm bauen! Ich werde ihm dienen, kein Windhauch soll ihn berühren … ich werde Tag und Nacht vor seiner Tür sitzen … das will ich! Was ist er Ihnen? Ich liebe ihn wie den Gerechten Gottes.

Jelena:  Beruhigen Sie sich … Warten Sie! Ich verstehe Sie wohl nicht recht …

Melanija:  Gnädige Frau! Sie sind klug - Sie sind edel und rein … Aber ich habe ein so schweres Leben gehabt … habe so viel Widerwärtigkeiten ertragen müssen … und nur schlechte Menschen habe ich gekannt … Und er! Er! Ein solches Kind … und dabei - so erhaben! An seiner Seite würde ich ja wie eine Königin sein … Für ihn eine Sklavin, für die andern eine Königin! Und meine Seele … meine Seele wird aufatmen! Einen reinen Menschen will ich! Verstehen Sie mich? …

Jelena  bewegt:  Es fällt mir schwer, Sie zu verstehen … Wir haben einander viel zu sagen … Lieber Gott … wie unglücklich müssen Sie sein!