Jelena: Lisa, deine Freude ist keine gute Freude. Was willst du denn eigentlich?
Lisa: Was ich will? Pause. Mit Entsetzen. Ich weiß nicht, ich weiß es wirklich nicht … Ich möchte gerne leben und versteh es nicht … kann es nicht! Ich glaube, ich habe nicht das recht, so zu leben, wie ich leben möchte … Ich hätte gern eine verwandte Seele … eine verwandte Seele … Ich muß von der Angst ausruhen, und ich habe keinen Menschen.
Jelena faßt Lisas Hand: Verzeih mir! Ist denn Tschepurnoi …
Lisa: Wie dürfte ich - ich bin doch krank, nicht wahr? Ihr sagt's doch alle … Oh, ihr sagt es oft! Zu oft … Laß mich … ich kann darüber nicht … Geh! Laß mich … Geht rasch in ihr Zimmer. Jelena seufzt tief, geht im Zimmer auf und ab, indem sie die Hände über dem Kopf faltet, bleibt vor dem Porträt ihres Mannes stehen, sieht es an und beißt sich in die Lippen, läßt die Hände fallen.
Jelena halblaut: Leb wohl …
Antonowna tritt auf: Darf der Wirt jetzt kommen?
Jelena: Ja … gut.
Antonowna im Abgehen: Treten Sie ein, Nasar Awdejewitsch.
Nasar lächelt verlegen: Sehen Sie, wenn sie Pawel Fjodorowitsch …
Jelena: Er ist beschäftigt …