Damis. Und Sie sich noch weniger über meinen Ungehorsam.
Chrysander. Ich will dir zeigen, daß du einen gütigen Vater hast, der sich mehr nach deinem als nach seinem eignen Willen richtet.
Damis. Und ich will Ihnen zeigen, daß Sie einen Sohn haben, der Ihnen in allen die schuldige Untertänigkeit leistet.
Chrysander. Ja, ja; nimm Julianen! Ich gebe dir meinen Segen.
Damis. Nein, nein; ich werde Sie nicht so erzürnen—
Chrysander. Aber was soll denn das Widersprechen? Dadurch erzürnst du mich!
Damis. Ich will doch nicht glauben, daß Sie sich im Ernste schon zum drittenmal anders besonnen haben?
Chrysander. Und warum das nicht?
Damis. Oh, dem sei nun, wie ihm wolle! Ich habe mich gleichfalls geändert und fest entschlossen, ganz und gar nicht zu heiraten. Ich muß auf Reisen gehen, und ich werde mich, je eher, je lieber, davonmachen.
Chrysander. Was? du willst ohne meine Erlaubnis in die Welt laufen?