Sechzehnter Auftritt
Chrysander. Damis. Anton.
Anton. Gott sei Dank, daß jemand kömmt!
Chrysander. Das verzweifelte Mädel, die Lisette! Und (zu Anton) du, du Spitzbube! du sollst dein Briefträgerlohn auch bekommen, Mich so zu hintergehen? schon gut!—Mein Sohn, ich habe mich besonnen; du hast recht; ich kann dir Julianen nun nicht wieder nehmen. Du sollst sie behalten.
Damis. Schon wieder Juliane? Jetzt, da ich ganz andre Dinge zu beschließen habe—Hören Sie nur auf damit; ich mag sie nicht.
Chrysander. Es würde unrecht sein, wenn ich dir länger widerstehen wollte. Ich lasse jedem seine Freiheit; und ich sehe wohl, Juliane gefällt dir—
Damis. Mir? eine dumme Deutsche?
Chrysander. Sie ist ein hübsches, tugendhaftes, aufrichtiges Mädchen; sie wird dir tausend Vergnügen machen.
Damis. Sie mögen sie loben oder schelten; mir gilt alles gleich. Ich weiß mich nach Ihrem Willen zu richten, und dieser ist, nicht an sie zu gedenken.
Chrysander. Nein, nein; du sollst dich über meine Härte nicht beklagen dürfen.