Chrysander. Ohne Komplimente, Herr Anton! ich verspreche dir eine Belohnung, die deinen Verdiensten gemäß sein soll, wenn du meinen Sohn quovis modo, wie wir Lateiner reden, durch Wahrheiten oder durch Lügen, durch Ernst oder durch Schraubereien, vel sic vel aliter, wie wir Lateiner reden, Julianen zu heiraten bereden kannst.

Anton. Wen? Julianen?

Chrysander. Julianen; illam ipsam.

Anton. Unsere Mamsell Juliane? Ihr Mündel? Ihre Pflegetochter?

Chrysander. Kennst du eine andre?

Anton. Das ist unmöglich, oder das, was ich von ihr gehört habe, muß nicht wahr sein.

Chrysander. Gehört? so? hast du etwas von ihr gehört? doch wohl nichts Böses.

Anton. Nichts Gutes war es freilich nicht.

Chrysander. Ei! ich habe auf das Mädchen so große Stücken gehalten.
Sie wird doch nicht etwa mit einem jungen Kerl—he?

Anton. Wann es nichts mehr wäre! so ein klein Fehlerchen entschuldigt die Mode. Aber, es ist noch etwas weit Ärgers für eine gute Jungfer, die gerne nicht länger Jungfer sein möchte.