Chrysander. Noch etwas weit Ärgers? ich versteh dich nicht.

Anton. Und Sie sind gleichwohl ein Kaufmann?

Chrysander. Noch etwas weit Ärgers? Ich habe immer geglaubt,
Eingezogenheit und gute Sitten wären das Vornehmste—

Anton. Nicht mehr! nicht mehr! vor zwanzig Jahren wohl, wie Sie vorher selbst weislich erinnerten.

Chrysander. Nun so erkläre dich deutlicher. Ich habe nicht Lust, deine närrischen Gedanken zu erraten.

Anton. Und nichts ist doch leichter. Mit einem Worte: sie soll kein
Geld haben. Man hat mir gesagt, in Ansehung ihres Vaters, der Ihr
guter Freund gewesen wäre, hätten Sie Julianen, von ihrem neunten
Jahre an, zu sich genommen und aus Barmherzigkeit erzogen.

Chrysander. Da hat man dir nun wohl keine Lügen gesagt; gleichwohl aber soll sie doch kein andrer haben als mein Sohn, wann nur er—Denn sieh, Anton, ich muß dir das ganze Rätsel erklären.—Es liegt nur an mir, Julianen in kurzer Zeit reich zu machen.

Anton. Ja, durch Ihr eigen Geld; und auf diese Art könnten Sie auch mich wohl reich machen. Wollen Sie so gut sein?

Chrysander. Nein, nicht durch mein eigen Geld.—Kannst du schweigen?

Anton. Versuchen Sie es.