Ewig muß ich also leben,
Ewig! denn beim Gott der Reben!
Ewig soll mich Lieb und Wein,
Ewig Wein und Lieb erfreun!

Der Verlust

Alles ging für mich verloren,
Als ich Sylvien verlor.
Du nur gingst nicht mit verloren,
Liebe, da ich sie verlor!

Der Vetter und die Muhme

O fluche, Freund, nicht alles Wetter
Auf deinen eigensinngen Vetter.
Schmält er manchmal; so laß es sein.
Er hat ja guten Wein.

Auch fluche nicht der alten Muhme.
Man muß ihr Brummen, sich zum Ruhme,
Mit stiller Sanftmut übergehn.
Die Tochter ist ja schön.

Der Wunsch

Wenn ich, Augenlust zu finden,
Unter schatticht kühlen Linden
Schielend auf und nieder gehe,
Und ein häßlich Mädchen sehe,
Wünsch ich plötzlich blind zu sein.

Wenn ich, Augenlust zu finden,
Unter schatticht kühlen Linden
Schielend auf und nieder gehe,
Und ein schönes Mädchen sehe,
Möcht ich lauter Auge sein.

Der alte und der junge Wein