Du schwärmst, mein Freund. Laß mich zufrieden.
Was geht mich deine Phyllis an.
Dem ist ein größer Glück beschieden,
Der sich gleich mir betrinken kann.

Wo hast du den Verstand gelassen?
Du hast gewiß noch keinen Rausch?
Den Wein, den Wein für Milch zu hassen?
Den Wein für Milch? Das wär ein Tausch.

Recht Freund! verzeih mir diese Possen.
Wie albern denkt und redt man nicht,
Wenn man noch keinen Wein genossen,
Wenn folglich der Verstand gebricht.

Drum eile, Freund! mir einzuschenken.
Trink mir es zu, und mach mich klug.
Nun lern ich wieder richtig denken.
Nun seh ich meinen Selbstbetrug.

O schade für die falschen Kinder!
Laßt sie nur unbeständig sein.
Ich lache nun, und bins nicht minder.
Den Rat, den Rat gibt mir der Wein.

Nun soll mich Phyllis nicht betrüben,
Laßt sie nur unbeständig sein,
Von nun an will ich auch so lieben.
Den Rat, den Rat gibt mir der Wein.

Das Umwechseln

Der Bruder
Liebe Schwester, wer ist die?
Deine Freundin? darf ich küssen?
O wie frei, wie schön ist sie!
Liebe Schwester darf ich küssen?

Die Schwester
Pfui! Ihr Bruder ist ja hier.
Willst du, daß ers sieht, sie küssen?
Schäm dich! diesesmal wird dir
Wohl die Lust vergehen müssen.

Der Bruder
Schwester, geh zum Bruder hin;
Laß dich von dem Bruder küssen;
Dann, weil ich dein Bruder bin,
Darf ich seine Schwester küssen.