Werner
Dafür lassen Sie mich sorgen.—Der Mann, der mein Gut gekauft hat,
wohnt in der Stadt. Der Zahlungstermin wäre zwar erst in vierzehn
Tagen, aber das Geld liegt parat, und ein halb Prozentchen Abzug—
Tellheim Nun ja, lieber Werner!—Siehst du, daß ich meine einzige Zuflucht zu dir nehme?—Ich muß dir auch alles vertrauen. Das Fräulein hier—du hast sie gesehn—ist unglücklich—
Werner
O Jammer!
Tellheim
Aber morgen ist sie meine Frau—
Werner
O Freude!
Tellheim
Und übermorgen geh ich mit ihr fort. Ich darf fort, ich will fort.
Lieber hier alles im Stiche gelassen! Wer weiß, wo mir sonst ein
Glück aufgehoben ist. Wenn du willst, Werner, so komm mit. Wir
wollen wieder Dienste nehmen.
Werner
Wahrhaftig?—Aber doch wo's Krieg gibt, Herr Major?
Tellheim
Wo sonst?—Geh, lieber Werner, wir sprechen davon weiter.
Werner O Herzensmajor!—Übermorgen? Warum nicht lieber morgen?—Ich will schon alles zusammenbringen—In Persien, Herr Major, gibt's einen trefflichen Krieg; was meinen Sie?
Tellheim
Wir wollen das überlegen; geh nur, Werner!—