Wirt
Ist seine fünfzehnhundert Taler unter Brüdern wert.

Fräulein
Franziska!—Sieh doch!—

Wirt Ich habe mich auch nicht einen Augenblick bedacht, achtzig Pistolen darauf zu leihen.

Fräulein
Erkennst du ihn nicht, Franziska?

Franziska
Der nämliche!—Herr Wirt, wo haben Sie diesen Ring her?—

Wirt
Nun, mein Kind? Sie hat doch wohl kein Recht daran?

Franziska
Wir kein Recht an diesem Ringe?—Inwärts auf dem Kasten muß des
Fräuleins verzogener Name stehn.—Weisen Sie doch, Fräulein.

Fräulein
Er ist's er ist's!—Wie kommen Sie zu diesem Ringe, Herr Wirt?

Wirt Ich? auf die ehrlichste Weise von der Welt.—Gnädiges Fräulein, gnädiges Fräulein, Sie werden mich nicht in Schaden und Unglück bringen wollen? Was weiß ich, wo sich der Ring eigentlich herschreibt? Während des Krieges hat manches seinen Herrn sehr oft, mit und ohne Vorbewußt des Herrn, verändert. Und Krieg war Krieg. Es werden mehr Ringe aus Sachsen über die Grenze gegangen sein.—Geben Sie mir ihn wieder, gnädiges Fräulein, geben Sie mir ihn wieder!

Franziska
Erst geantwortet: von wem haben Sie ihn?