Sara. Ich mache mir keine, Mellefont.

Mellefont (indem er sie bis an die Szene begleitet). Ich werde den
Augenblick bei Ihnen sein, liebste Miß.

Neunter Auftritt

Mellefont. Norton.

Mellefont (der den Brief noch ansieht). Gerechter Gott!

Norton. Weh Ihnen, wenn er nichts als gerecht ist!

Mellefont. Kann es möglich sein? Ich sehe diese verruchte Hand wieder und erstarre nicht vor Schrecken? Ist sie's? Ist sie es nicht? Was zweifle ich noch? Sie ist's! Ah, Freund, ein Brief von der Marwood! Welche Furie, welcher Satan hat ihr meinen Aufenthalt verraten? Was will sie noch von mir?—Geh, mache sogleich Anstalt, daß wir von hier wegkommen.—Doch verzieh! Vielleicht ist es nicht nötig; vielleicht haben meine verächtlichen Abschiedsbriefe die Marwood nur aufgebracht, mir mit gleicher Verachtung zu begegnen. Hier! erbrich den Brief; lies ihn. Ich zittere, es selbst zu tun.

Norton (er liest). "Es wird so gut sein, als ob ich Ihnen den längsten Brief geschrieben hätte, Mellefont, wenn Sie den Namen, den Sie am Ende der Seite finden werden, nur einer kleinen Betrachtung würdigen wollen—"

Mellefont. Verflucht sei ihr Name! Daß ich ihn nie gehört hätte!
Daß er aus dem Buche der Lebendigen vertilgt würde!

Norton (liest weiter). "Die Mühe, Sie auszuforschen, hat mir die
Liebe, welche mir forschen half, versüßt."