Marwood. Geh, mein Kind, geh; fall ihm zu Füßen. Er will uns verlassen; er will uns auf ewig verlassen.

Arabella (die vor ihm niederfällt). Hier liege ich schon. Sie uns verlassen? Sie uns auf ewig verlassen? War es nicht schon eine kleine Ewigkeit, die wir Sie jetzt vermißt haben? Wir sollen Sie wieder vermissen? Sie haben ja so oft gesagt, daß Sie uns liebten. Verläßt man denn die, die man liebt? So muß ich Sie wohl nicht lieben; denn ich wünschte, Sie nie zu verlassen. Nie, und will Sie auch nie verlassen.

Marwood. Ich will dir bitten helfen, mein Kind; hilf nur auch mir—
Nun, Mellefont, sehen Sie auch mich zu Ihren Füßen—

Mellefont (hält sie zurück, indem sie sich niederwerfen will). Marwood, gefährliche Marwood—Und auch du, meine liebste Bella (hebt sie auf), auch du bist wider deinen Mellefont?

Arabella. Ich wider Sie?

Marwood. Was beschließen Sie, Mellefont?

Mellefont. Was ich nicht sollte, Marwood; was ich nicht sollte.

Marwood (die ihn umarmt). Ach, ich weiß es ja, daß die Redlichkeit
Ihres Herzens allezeit über den Eigensinn Ihrer Begierden gesiegt hat.

Mellefont. Bestürmen Sie mich nicht weiter. Ich bin schon, was Sie aus mir machen wollen: ein Meineidiger, ein Verführer, ein Räuber, ein Mörder.

Marwood. Itzt werden Sie es einige Tage in Ihrer Einbildung sein, und hernach werden Sie erkennen, daß ich Sie abgehalten habe, es wirklich zu werden. Machen Sie nur, und kehren Sie wieder mit uns zurück.