(Sie geht auf ihn zu und fragt.)

Nathan.
So gib!—und eh' er bittet.—(Wüßt' ich nur
Dem Tempelherrn erst beizukommen, ohne
Die Ursach' meiner Neugier ihm zu sagen!
Denn wenn ich sie ihm sag', und der Verdacht
Ist ohne Grund: so hab ich ganz umsonst
Den Vater auf das Spiel gesetzt.)—Was ist's?

Daja.
Er will Euch sprechen.

Nathan. Nun, so laß ihn kommen;
Und geh indes.

Siebenter Auftritt

Nathan und der Klosterbruder.

Nathan. (Ich bliebe Rechas Vater
Doch gar zu gern!—Zwar kann ich's denn nicht bleiben,
Auch wenn ich aufhör, es zu heißen?—Ihr,
Ihr selbst werd ich's doch immer auch noch heißen,
Wenn sie erkennt, wie gern ich's wäre.)—Geh!—
Was ist zu Euern Diensten, frommer Bruder?

Klosterbruder.
Nicht eben viel.—Ich freue mich, Herr Nathan,
Euch annoch wohl zu sehn.

Nathan. So kennt Ihr mich?

Klosterbruder.
Je nu; wer kennt Euch nicht? Ihr habt so manchem
Ja Euern Namen in die Hand gedrückt.
Er steht in meiner auch, seit vielen Jahren.