„Weshalb heiratest du denn nicht?“
„Es ist noch nicht dazu gekommen,“ antwortete Konstantin errötend.
„Warum nicht? Mit mir — ist es vorbei. Ich habe mein Leben verdorben. Das Eine habe ich schon früher gesagt und werde ich stets behaupten; hätte man mir damals mein Erbteil gegeben, als ich es brauchte, dann würde mein ganzes Leben ein anderes geworden sein.“
Konstantin beeilte sich, der Unterhaltung eine neue Richtung zu geben.
„Weißt du schon, daß dein Wanjuschka bei mir in Pokrowsko auf dem Kontor ist?“ sagte er.
Nikolay reckte seinen Hals und versank in Nachdenken.
„Ja, sage mir doch, wie geht es in Pokrowsko? Steht unser Haus noch, was machen die Birken und die Felder? Lebt der Gärtner Philipp noch? Ich besinne mich noch auf die Laube und das Sofa darin! Sieh nur zu, daß nichts im Hause verändert wird, aber — heirate möglichst bald und führe alles wieder so ein wie es vordem gewesen ist. Dann werde ich auch zu dir kommen wenn dein Weib gut ist.“
„Komm doch jetzt zu mir,“ antwortete Lewin, „wir könnten es uns so bequem machen!“
„Ich würde wohl zu dir kommen, wenn ich wüßte, daß ich Sergey Iwanowitsch nicht bei dir fände.“
„Du wirst ihn nicht treffen. Ich lebe vollständig unabhängig von ihm.“