„Ist es denn wahr, daß die Wlasjewa, die jüngere, den Topoff heiraten wird?“

„Man sagt, es sei völlig sicher.“

„Ich wundere mich über die Eltern. Man sagt, diese Ehe werde aus Liebe geschlossen?“

„Aus Liebe? Was sind das für antediluvianische Ideen, die Ihr da habt? Wer spricht heute noch von Liebe?“ äußerte die Frau des Gesandten.

„Was ist zu thun? Diese alte dumme Mode ist noch immer nicht abgeschafft,“ sagte Wronskiy.

„Um so schlimmer für diejenigen, welche sich noch von ihr beherrschen lassen. Ich kenne glückliche Ehen, die nur vernunftgemäß geschlossen worden sind.“

„Mag sein, aber auch im Gegenteil; wie häufig verfliegt das Glück der Vernunftehen gleich dem Staub, besonders dadurch, daß sich eben jene Leidenschaft plötzlich zeigt, die wir nicht anerkannt haben,“ sagte Wronskiy.

„Aber Vernunftehen nennen wir die, welche nur von Leuten geschlossen werden, die sich im Leben ausgetobt haben. Es ist hier wie mit dem Scharlachfieber, man muß eben erst hindurch sein.“

„Dann muß man eben lernen die Liebe künstlich abzuimpfen, wie die Pockenkrankheit.“

„In meiner Jugend war ich einmal in einen Kurrendesänger verliebt,“ sagte die Fürstin Mjagkaja, „ich weiß aber wirklich nicht, ob es mir etwas genützt hat.“