„O, nein, Herr, es könnte sich überanstrengen,“ antwortete Wasil.

„Überlege nicht selbst, sondern thue gefälligst was dir befohlen wird,“ antwortete Lewin.

„Ich gehorche.“ Wasil nahm das Pferd am Kopfe. „Aber das Säen, Konstantin Dmitritsch,“ sagte er, „es ist erste Sorte. Das Gehen wird einem hier zur wahren Freude; fast ein Pud Lehm nimmt man an den Schuhen mit.“

„Warum ist denn die Erde nicht durchgesiebt worden?“ frug Lewin.

„Wir zerdrücken sie so,“ antwortete Wasil, Samen nehmend und die Erde in den Händen zerdrückend.

Wasil war nicht daran schuld, daß die Erde nicht gesiebt war, aber es war doch verdrießlich.

Lewin indessen, der nicht zum erstenmal mit Vorteil das ihm bekannte Mittel, seinen Ärger hinunterzuschlucken, und alles das, was ihm schlecht erschien, wieder zu verbessern, angewendet hatte, wandte dasselbe auch jetzt an. Er sah zu, wie Mischka säend dahinschritt, große Klumpen Erde, die bei jedem Schritt an seinen Füßen hängen blieben, wegschleudernd, stieg vom Pferde und nahm Wasil den Samenbeutel weg, um selbst zu säen.

„Wo hast du aufgehört?“

Wasil wies mit dem Fuße auf sein Merkzeichen und Lewin begann nun selbst so wie er es verstand, das Erdreich mit dem Samen auszustreuen. Es war sehr schwierig, hier zu gehen, da der Boden einem Moraste glich; Lewin geriet bald in Schweiß, als er so dahinwatete und gab endlich, innehaltend, den Samenbeutel wieder zurück.