„Ja wohl; doch höre weiter: Ich spreche nicht von der Nationalökonomie, sondern von einer wissenschaftlichen Landwirtschaft an sich. Sie muß der Naturwissenschaft gleich sein, die gegebenen Erscheinungen in den Kreis ihrer Beobachtungen ziehen und den Arbeiter mit seinem ökonomischen, ethnographischen“ —

In diesem Augenblick trat Agathe Michailowna mit dem Thee ein.

„Nun, Agathe Michailowna,“ sagte Stefan Arkadjewitsch zu ihr, die Fingerspitzen ihrer wulstigen dicken Hände küssend, „welch eine herrliche Gans habt Ihr doch gebracht, welch eine Suppe! — Indessen, ist es nicht etwa Zeit, Konstantin?“ fügte er plötzlich hinzu.

Lewin blickte durch das Fenster nach der Sonne, welche hinter den nacktragenden Wipfeln des Waldes hinunterging.

„Es ist Zeit, Zeit,“ antwortete er hierauf. „Kusma! Spanne die Lineyka an!“ Lewin eilte hinab.

Stefan Arkadjewitsch, ebenfalls hinuntersteigend, nahm sorgfältig den Überzug von einem lackierten Kasten und öffnete diesen, worauf er demselben sein kostbares Gewehr von neuester Konstruktion entnahm.

Kusma, welcher schon ein reiches Trinkgeld witterte, ging nicht von Stefan Arkadjewitsch fort und zog diesem Strümpfe und Stiefeln an, was Stefan Arkadjewitsch ihm recht gern zu thun gestattete.

„Hinterlaß' doch, Konstantin, daß, wenn der Kaufmann Rjabinin kommen sollte, ich ihm befohlen hätte, heute zu kommen und mich zu erwarten.“

„Willst du denn Rjabinin deinen Wald verkaufen?“

„Ja; du kennst ihn wohl?“