„Ob ich ihn kenne! Ich habe mit ihm Geschäfte gehabt auf Treu und Glauben.“
Stefan Arkadjewitsch brach in Gelächter aus. „Auf Treu und Glauben“ war ein Lieblingsausdruck dieses Kaufmanns.
„Ja, er spricht wunderbar komisch. — Der Hund hat auch schon verstanden, wohin wir jetzt gehen werden,“ fügte Lewin hinzu, mit der Hand Laska streichelnd, der sich winselnd an Lewin schmiegte und diesem bald die Hände, bald die Stiefel und selbst das Gewehr leckte.
Der Schlitten stand schon vor der Thür als sie hinaustraten.
„Ich habe anspannen lassen, obwohl es nicht weit ist; oder wollen wir zu Fuß gehen?“
„Nein; wir wollen lieber fahren,“ sagte Stefan Arkadjewitsch, an das Gefährt herantretend. Er setzte sich hinein, hüllte seine Füße in das Tigerfell und zündete sich eine Cigarre an. „Wie, rauchst du denn nicht? Die Cigarre ist doch, wenn nicht selbst ein Genuß, sicherlich die Krönung eines solchen, und ein Zeichen vergnügter Stimmung. Das ist Lebensgenuß! Und wie sehr wünschte ich, leben zu können?“
„Stört dich denn jemand daran?“ lächelte Lewin.
„Nein; du aber bist ein glücklicher Mensch. Alles was du liebst, das ist um dich herum; liebst du Pferde — so sind sie da; liebst du die Jagd — so kannst du hinausgehen in den Wald; und willst du dich der Landwirtschaft widmen — so hast du sie vor dir.“
„Es kann schon sein, und infolge dessen, daß ich mich über das freue, was ich um mich herum habe, betrübe ich mich gar nicht über das, was ich nicht habe,“ sprach Lewin und seine Gedanken weilten bei Kity.
Stefan Arkadjewitsch verstand ihn; er blickte ihn an, sprach aber kein Wort.