Das Lächeln von den Zügen Rjabinins war plötzlich verschwunden. Ein habichtartiger, schurkenhafter und harter Ausdruck zeigte sich auf denselben. Mit den schnellen hageren Fingern nestelte er seinen Überrock auf, öffnete seine Brust vorn, die kupfernen Knöpfe der Weste mit der goldenen Uhrkette und langte schnell eine dicke alte Brieftasche hervor.

„Bitte sehr, der Wald ist mein,“ sagte er, sich schnell bekreuzend und die Hand vor sich streckend. „Nehmt hier das Geld, mein ist der Wald. So handelt Rjabinin und nach Groschen wird hier nicht gefeilscht,“ fügte er hinzu, die Stirne runzelnd und die Brieftasche schwingend.

„An deiner Stelle würde ich doch nicht so hastig sein,“ sagte Lewin.

„Aber, bitte, ich habe mein Wort gegeben,“ bemerkte Oblonskiy verwundert.

Lewin verließ das Gemach und schlug die Thür hinter sich zu, Rjabinin aber, ihm nachblickend, schüttelte lächelnd den Kopf.

„Das ist eben die Jugend, entschieden nur die Jugend. Ich kaufe den Wald, glaubt mir auf Ehre, nur des Rufes halber, daß eben Rjabinin und kein anderer von Oblonskiy einen Wald gekauft hat. Gott wird nur helfen, meine eigene Rechnung dabei zu finden. Glaubt mir bei Gott! Gestattet, wir wollen den Vertrag aufsetzen“ —

Nach Verlauf einer Stunde knöpfte sich der Kaufmann seinen Leibrock und den Überzieher wieder zu, den Kaufvertrag in der Tasche, setzte sich alsdann in seine Tjelega und fuhr heim.

„O, diese vornehmen Herren,“ meinte er zu dem Verwalter, „sie sind immer die nämlichen.“

„Ja wohl,“ versetzte der Verwalter, dem Kaufmann die Zügel reichend und das lederne Schutztuch festknöpfend.

„Wie stände es denn mit einem kleinen Geschäftchen unter der Hand, Michail Ignatjitsch?“