Man wandte sich um, um zurückzukehren, als plötzlich schon nicht mehr ein lautes Sprechen, sondern ein Schreien hörbar wurde.

Lewin war stehen geblieben und schrie, der Arzt aber war gleichfalls in Zorn geraten.

Ein Trupp Menschen sammelte sich um die beiden. Die Fürstin und Kity entfernten sich schleunigst, während sich der Oberst zu dem Haufen gesellte, um in Erfahrung zu bringen, um was es sich handelte.

Nach einigen Minuten hatte derselbe die Damen wieder eingeholt. „Was gab es denn dort?“ frug die Fürstin.

„Schimpf und Schande!“ antwortete der Oberst. „Vor dem einem muß man sich stets in acht nehmen, daß man mit Russen im Auslande zusammentrifft. Jener große Herr stritt sich mit seinem Arzte und sagte ihm Grobheiten dafür, daß er ihn nicht gesund mache. Dabei schwang er sogar seinen Stock. Es ist einfach eine Schande!“

„O, wie unangenehm!“ äußerte die Fürstin, „und womit endete die Scene?“

„Gott sei Dank mischte sich jene Dame hinein, — die, deren Hut wie ein Pilz aussieht. Sie ist eine Russin wie mir scheint,“ sagte der Oberst.

„Mademoiselle Warenka?“ frug Kity freudig.

„Ja wohl. Sie verstand schneller fertig zu werden, als jeder andere; nahm jenen Herrn einfach am Arme und führte ihn hinweg.“

„Da seht Ihr, Maman,“ sagte Kity zu ihrer Mutter, „Ihr wundert Euch, daß ich von ihr entzückt bin!“