„Meine Tochter,“ nahm dieser das Wort, „Ihr seid mir bereits bekannt.“

Der Maler verbeugte sich und lächelte, ein selten weißes Gebiß dabei zeigend.

„Wir hatten Euch gestern erwartet, Fürstin,“ sagte er zu Kity.

Er wankte, als er dies sagte, und bemühte sich, indem er diese Bewegung wiederholte, zu zeigen, daß er dies mit Absicht gethan hatte.

„Ich wollte kommen, aber Warenka sagte mir, Anna Pawlowna habe geschickt mit der Nachricht, Ihr würdet nicht ausfahren.“

„Weshalb sollte ich nicht ausfahren?“ antwortete Petroff errötend und sogleich zu husten beginnend, während er mit den Augen sein Weib suchte. „Annetta, Annetta!“ sprach er laut: auf seinem weißen Hals, der dünn wie ein Strick war, erschienen starke Adern. Anna Pawlowna kam herbei „Wie konntest du der jungen Fürstin sagen lassen, wir würden nicht ausfahren?“ raunte er zornig, da er die Stimme verloren hatte.

„Guten Tag, Fürstin,“ grüßte diese mit einem gekünstelten Lächeln, das ihrem früheren Verkehr unähnlich war. „Es freut mich sehr, Eure Bekanntschaft zu machen,“ wandte sie sich an den Fürsten, „man hat Euch lange erwartet, Fürst!“

„Wie konntest du der Fürstin sagen lassen, daß wir nicht ausfahren?“ raunte nochmals der Maler heiser, noch heftiger, und sich augenscheinlich besonders darüber erregend, daß ihm die Stimme versagte, und er seiner Rede nicht denjenigen Ausdruck zu geben vermochte, den er ihr zu geben wünschte.

„Mein Gott! Ich dachte, wir würden nicht ausfahren,“ versetzte die Frau mürrisch.

„Gewiß, wenn“ — er hustete und winkte mit der Hand.